Praxis für Physiotherapie in Eutin

Rose-Zeuner Physiotherapie

Elisabethstr. 16-18, 23701 Eutin

04521 77 53 888

Wissenswertes

Was ist Parkinson-Boxen und warum bieten wir es an?

Bewegung wird von allen Behandler:innen von an Parkinson Erkrankten als extrem wichtiger Teil der Therapie empfohlen und angewendet. Es gibt inzwischen Hinweise darauf, dass intensives körperliches Training kombiniert mit koordinativen Aufgaben genau die Veränderungen in den Nervenzellen bremsen kann, die die Parkinsonkrankheit mit sich bringt.

Parkinson-Boxen ist ein spezielles Trainingsprogramm in der Gruppe für Menschen mit Parkinson, das motorische Fähigkeiten, Gleichgewicht, Kraft und Lebensqualität verbessert. Es wird dabei nie gegen Partner geboxt, sondern in Form von Schattenboxen und Schlägen auf weiche Polster (sog. Pratzen) sowie am Boxsack trainiert; mit spielerischen und freudigen Übungen. Es ist aber auch möglich, sich richtig auszuagieren.

Die vier Grundschläge und Kombinationen werden erlernt, ebenso wie der gleichzeitig stabile und bewegliche Boxerstand. Durch Vorwärts-, Rückwärts- und Seitwärtsschritte und Richtungswechsel werden gezielt Koordination, Schnellkraft, Reaktionsfähigkeit und Kondition geschult – alles Fähigkeiten, die durch die Erkrankung typischerweise nachlassen. Das intensive Training wirkt sich positiv auf Gangbild und Balance aus und kann das Sturzrisiko senken. Auch das Herz-Kreislauf-System und die allgemeine körperliche Fitness profitieren von der Kombination aus Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Auch Stimmung und mentale Gesundheit profitieren in diesem Rahmen.

Neben den direkten gesundheitlichen Effekten spielt aber vor allem die Gruppendynamik eine wichtige Rolle: 

Der gemeinsame Kampf gegen die Erkrankung motiviert, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert den sozialen Austausch. Manchmal wird dazu auch zusätzlich motivierende Musik verwendet.

Dringend empfohlen wird das Training mit professioneller, medizinisch geschulter Anleitung, die individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt ist. Die Trainer:innen besitzen ein entsprechendes Zertifikat. Eine interessante Variante ist das Parkinson-Kickboxen, bei dem zusätzlich noch die Beine stärker eingesetzt werden.

Bundesweit gibt es bereits zahlreiche Angebote bei Sport- und Boxvereinen, Kliniken oder Therapiepraxen, weitere befinden sich im Aufbau. Bisher gibt es kein zentrales Register, aber alle sind unter Angabe von „Parkinsonboxen“ und der Region im Netz zu finden. Wir bieten Parkinson-Boxen in Einzeltherapie oder als Teil der KGG an. Fragen Sie uns einfach!

KI-generierte Antworten auf Gesundheitsfragen, die 2.

Bei KI-generierten Antworten auf Gesundheitsfragen ergeben sich regelmäßig schwere Fehler sowie überholte und profitorientierte Behandlungsvorschläge, die zB auf Werbeaussagen im Internet beruhen. Wir haben die beliebtesten KIs getestet für Fragen, die Patient:innen im Bereich Physiotherapie haben können, darunter "Claude" von der Firma Anthropic. Hier die letzte Antwort:

"In der ersten Antwort habe ich unkritisch eine Quelle zitiert, die diese Technologien als „unverzichtbar” darstellte – ohne diese Behauptung zu hinterfragen. Das war ein Fehler meinerseits. Die Quelle stammte wahrscheinlich von einem kommerziellen Akteur aus der Branche und nicht von einer unabhängigen wissenschaftlichen Quelle. In der zweiten Antwort, als Sie konkret nach Belegen gefragt haben, habe ich kritischer recherchiert und systematische Reviews und Analysen gefunden – die weitaus zuverlässigere Quellen sind. Und diese erzählen eine ganz andere Geschichte.

Was das über mich aussagt: Ich neige dazu, die Art von Quellen zu spiegeln, auf die ich mich stütze.

Das bedeutet, dass ich inkonsequent erscheinen kann, wenn Sie Folgefragen stellen – genau wie Sie es gerade getan haben. Das ist eine gute Möglichkeit, um aufzudecken, wann ich eine Behauptung zu schnell akzeptiert habe. Vielen Dank also, dass Sie mich auf die Probe gestellt haben. Genau diese Art des kritischen Lesens sollte man bei mir anwenden."

KIs können also bisher berechnen, wie wahrscheinlich in einem Text ein bestimmtes Wort auf ein anderes folgt. Das Training dazu stammt aus extrem vielen Websites etc., nicht aber aus einer tiefen, fachkundigen Recherche. Die Modelle sind gleichzeitig sehr wohl so trainiert, dass sie klug, sympathisch und überzeugend  klingen. Als Ratgeber funktionieren Sie also nur sehr bedingt, und ganz bestimmt nicht bei wichtigen Gesundheitsfragen. In kritischen Bereichen sind sie einzig brauchbar als Arbeitserleichterung für Anwender:innen, die die Ergebnisse sehr genau prüfen können - und ganz bestimmt müssen.

Deshalb: Fragen Sie (mindestens zusätzlich) Ihre Ärztin:innen und Physiotherapeut:innen.

Warum Eigenübungen? Die Therapeutenhände sind doch aus Gold!

Ja, die Hände von Therapeutinnen und Therapeuten können manchmal kleine  Wunder bewirken – aber meist sind diese Erfolge kurzlebig. Die richtigen Übungen dagegen lindern Beschwerden nachhaltig, und sie machen unabhängig, selbstwirksam und dauerhaft beweglicher. Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg liegt in der eigenen Aktivität, in Informationen über den Körper, den Bedingungen für seine normale Funktion und seine möglichen Fehlfunktionen. 


Zertifizierung erneuert: Rose-Zeuner PT ist eine von drei CERTIFIED McKENZIE CLINICS in Deutschland. Was bedeutet das?

  1. Mindestens ein Therapeut im Team hat den höchsten internationalen McKenzie-Ausbildungsstand, das Diploma in MDT (Mechanical Diagnosis and Therapy), das nach einer mehrjährigen Zusatzausbildung und internationalem Studium weltweit etwa 500 Therapeut*innen besitzen.
  2. Alle Therapeut*innen sind geprüfte (certified) McKenzie-Therapeut*innen bzw. befinden sich in der Ausbildung dazu.
  3. Untersuchung und Therapie sind auf die Prinzipien des McKenzie-Konzepts ausgerichtet: Therapieentscheidungen gründen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Selbstbehandlung steht im Vordergrund und Hilfsmittel sowie Patientenbücher stehen zur Verfügung, um bestmöglich zu informieren.
  4. Regelmäßig finden interne Fortbildungen aller Mitarbeitenden statt. 
  5. Die Teilnahme an externen Fortbildungen wird unterstützt, wissenschaftliches Arbeiten aktiv voran getrieben.
  6. Die Zertifizierung wird jährlich vom McKenzie-Institut überprüft.

22.12.2025

"Dr. Chattie" als Ratgeber bei Problemen am Bewegungsapparat?? Wir haben es getestet!

Wenn  etwas weh tut, das man nicht einordnen kann, wird heute gern mal "der Gscheite" bemüht (so heißt es in Österreich laut unserer Kollegin Hanna recht sympathisch). Ob diese KI oder eine andere: Tatsächlich kommen scheinbar nachvollziehbare Erklärungen heraus, bestenfalls mit dem Hinweis, dass  eine ärztliche Diagnose oder therapeutische Befunderhebung nicht ersetzt werden soll. Auf die folgende Anfrage "Was kann ich tun, welche Übungen kann ich machen?" werden aber dann aber ohne Sicherheitshinweis munter Empfehlungen gegeben.

Wir haben das anhand verschiedener Symptome ausprobiert, und die empfohlenen Übungen standen wiederholt im direkten Widerspruch zu den vorher vermuteten Ursachen. Auf Wunsch wurde das Ergebnis sogar in schicke Trainingspläne gegossen, die aber auch nicht sinnvoller waren. 

Die KI scheitert also bereits am ersten Hindernis, nämlich der eigenen Logik. Darauf von uns hingewiesen, veränderte die KI jeweils ihre Empfehlung sehr charmant einfach ins Gegenteil. Das sah dann erneut richtig gut aus, aber auch dieses Ergebnis passte nur bedingt. Man nennt das "Halluzinieren", wenn die KI einfach (falsche) Antworten erfindet. 

Ohne unser Fachwissen wären wir wohl auf den Rat hereingefallen, mit ungewissen Folgen. Besonders problematisch: Von der KI bekommt man gefühlt eine ganz persönliche Beratung. Das macht es noch schwieriger als bei "Dr. Google", die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. 

Fazit: "Dr. Chattie" taugt leider nicht als sicherer Ratgeber bei Problemen am Bewegungsapparat!

Wir begrüßen Hanna Kmety als neue Kollegin im Therapeutinnenteam!

Hanna hat uns bereits mit ihrem Können und ihrem einnehmenden Wesen begeistert, als sie im Rahmen des Orthopädiepraktikums im Studiengang Physiotherapie der Uni Lübeck bei uns war. Inzwischen ist sie nicht nur staatlich geprüfte Physiotherapeutin, sondern hat auch ihren Bachelor mit einem glänzenden Abschluss bestanden, und wir freuen uns sehr, dass sie mit uns arbeitet. Hanna sagt selbst dazu: „Die Praxis war der erste Ort in meinem Studium, wo ich nicht nur evidenzbasiert - und damit so effektiv wie möglich - arbeiten durfte, sondern sogar ausdrücklich sollte, mit tollen Ergebnissen. Das hat mich fasziniert und richtig glücklich gemacht.“ Hanna hat, aus Ungarn stammend und in Österreich aufgewachsen, vor ihrem Lübecker Studium bereits ein Jahr lang in Finnland Physiotherapie studiert und bringt neue spannende Impulse in unser Team. Ihre Bachelorarbeit hat sie über die Effektivität bestimmter Messverfahren bei neurologischen Patientinnen geschrieben. Die Studie haben wir tatkräftig unterstützt, und wir sind gespannt auf die Ergebnisse. 


Herzlichen Glückwunsch Saskia!

Unsere Kollegin Saskia Ott, die neben ihrem mit hoher Auszeichnung absolvierten Studium der Physiotherapie und einiger Berufserfahrung auch eine Karriere als Turnerin und Turntrainerin vorzuweisen hat, ist für den Masterstudiengang Sportphysiotherapie an der Sporthochschule Köln angenommen worden.

Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) gilt in Deutschland als zentrale akademische Einrichtung für Sportmedizin, Sportwissenschaften und Sportphysiotherapie. Sie verbindet Forschung, Lehre und praktische Anwendung auf einzigartige Weise. In der Sportmedizin setzt die DSHS mit ihren Instituten Maßstäbe in Prävention, Leistungsdiagnostik und sportmedizinischer Versorgung. In den Sportwissenschaften ist sie die größte und forschungsstärkste Fachhochschule Europas. In der Sportphysiotherapie prägt sie Standards in Ausbildung und evidenzbasierter Praxis und dient als wichtige Schnittstelle zwischen medizinischer Forschung und therapeutischer Anwendung im Leistungssport und Rehabilitationsbereich.

Saskia absolviert den Studiengang seit dem Frühjahr 2026 , während sie weiterhin bei uns in der Praxis tätig ist, und sie bringt die neuen Impulse direkt bei uns ein.

Also: Auf geht´s, Saskia!


Warum wir Mitglied im Parkinson-Netzwerk Ostholstein sind

• Interprofessioneller Austausch: Die  Mitgliedschaft ermöglicht uns die Vernetzung mit anderen Fachleuten wie Ärzten und Ärztinnen, Pflegekräften und den Kolleginnen aus Ergotherapie und  Logopädie. Dadurch werden ein besserer und koordinierter Wissensaustausch und die Zusammenarbeit gefördert.

• Verbesserte Patientenversorgung: Durch die enge Zusammenarbeit und abgestimmte Therapien können Doppelbehandlungen vermieden und die individuelle Versorgung von Parkinson-Patienten optimiert werden.

• Fortbildung und Weiterbildung: Das Netzwerk organisiert Fortbildungen und Fallbesprechungen, was die fachliche Kompetenz der Mitglieder verbessert und auf aktuelle Entwicklungen in der Parkinson-Therapie aufmerksam macht.

• Strukturelle Verbesserung der Versorgung: Das Netzwerk setzt sich dafür ein, Versorgungslücken zu identifizieren und durch gemeinsame Strategien zu schließen, um eine nachhaltige und patientenorientierte Behandlung vor Ort sicherzustellen.

• Zugang zu digitalen Ressourcen: Über das Netzwerk ist der digitale Parkinson-Lotse verfügbar, und es findet ein Austausch über weitere DiGAs (Digitale Gesundheits-Anwendungen - also maßgeschneiderte Apps für Patienten) statt

Deshalb arbeiten wir mit der App physiofit:

Zertifizierte, sehr gute Übungsprogramme werden von uns ausgewählt, individuell ergänzt und dann per App ausgespielt. Wir konnten auch unsere erprobten eigenen Übungsvideos integrieren. 

Motivation und Unterstützung: Die App gibt Ihnen visuelle und auditive Anleitungen und motiviert Sie dadurch zur aktiven Teilnahme; wir können Sie begleitend über sms zuhause erreichen und unterstützen. Das fördert Ihre regelmäßige Durchführung der Übungen auch außerhalb der Praxis und steigert dadurch Ihren Erfolg.

Wir können jederzeit Anpassungen vornehmen, sodass das Eigenübungsprogramm optimal auf ihren aktuellen Stand abgestimmt ist.

Die App übernimmt die Abrechnung mit allen Krankenkassen und erfordert keinerlei Zuzahlung.

Das kann unser neues Laufband:

Es ermöglicht uns standardisierte Belastungstests und eine sehr feinstufige Steigerung in 0,1 km/h-Schritten. Der hohe Maximaltempo-Bereich erlaubt die Testung verschiedener Leistungsniveaus – von Reha-Patienten bis (Leistungs-)Sportlern.

Ganganalyse und Bewegungsdiagnostik: Das Laufband dient als Grundlage für Gang- und Laufanalysen. Dies hilft, Abweichungen und Fehlbelastungen beim Gehen oder Laufen genau zu identifizieren und gezielt zu therapieren. Auch die große Verstellbarkeit der Steigung bis 16% erlaubt die Analyse von Situationen, wie sie im Alltag auftreten.

Funktionelles Training und Therapie: Die variable Steigung trainiert gezielt Muskelgruppen, Koordination und Gleichgewichtsfähigkeit, z. B. bei neuromuskulären Störungen, nach orthopädischen Operationen (Knie, Hüfte, Sprunggelenk) oder bei der Sturzprophylaxe. Durch die Verstellung von Geschwindigkeit und Steigung ist ein individuelles Heranführen an höhere Belastungen möglich – von sehr langsamen Geschwindigkeiten (0,1 km/h) bis hin zu hohem Tempo für sportlich ambitionierte Patienten.

Die Handläufe und der niedrige Einstieg machen unser Laufband aber auch für Kinder, ältere Menschen und  für Patienten mit neurologischen Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Multiple Sklerose) einsetzbar.

Termine mit nur kurzer Wartezeit - weil wir evidenzbasiert behandeln! Evidenzbasierte Physiotherapie ist ein zentraler Baustein für eine schnelle, wirksame und individuell angepasste Behandlung. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse verbinden wir mit Ihren Anliegen und Wünschen und mit unserer klinischen Erfahrung. Für Sie bedeutet das: Ihre Therapie basiert nicht auf Tradition oder Zufall, sondern auf nachweislich wirksamen Methoden – und sie geschieht immer im Dialog mit Ihnen über Ihre persönlichen Bedürfnisse.

Was bringt‘s?

  • Die Wirksamkeit der Behandlung ist wissenschaftlich belegt, sodass Sie von Maßnahmen profitieren, deren Nutzen nachgewiesen wurde

  • Individuelle Therapiekonzepte werden gemeinsam, spezifisch, messbar und realistisch entworfen und angewandt - und ständig angepasst

Mehr dazu unter:

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch persönlich in unserer Praxis!

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